Pic-Time-Workflow auf deinem eigenen Server.
Pic-Time gibt es nur als US-SaaS. Wenn du Datenhoheit und DSGVO-Sicherheit auf eigene Infrastruktur willst — Lumio ist die Source-Available-Antwort. Docker-Compose, FSL-1.1, läuft auf jedem Linux-Server.
Warum überhaupt Self-Hosting?
Deine Bilder. Dein Server. Deine Regeln.
Niemand zwischen dir und deinen Daten. Kein "Cloud-Anbieter könnte kompromittiert werden", kein "AGB-Änderung erlaubt uns ab nächsten Monat KI-Training auf deinen Bildern". Du hast die volle Kontrolle.
Daten verlassen die EU nicht.
Wenn dein Server in Deutschland steht (z.B. Hetzner Falkenstein), gilt ausschließlich europäisches Datenschutzrecht. Keine Standardvertragsklauseln, keine Transfer-Impact-Assessments.
Linear skalierende Hosting-Kosten.
Ein Hetzner CX22 + 1 TB Object Storage kostet zusammen ~12 €/Monat. Pic-Times vergleichbarer Plan liegt bei ~30+ $/Monat. Über zwei Jahre macht das ~700 € Differenz — bei mehr als einer 8-stündigen Hochzeit ist die Rechnung positiv.
Offener Quellcode = Ausstieg jederzeit möglich.
Selbst wenn Lumio als Projekt morgen eingestellt würde, läuft deine Instanz weiter. Du kannst den Code forken oder weiter entwickeln. Bei Pic-Time bist du auf Gedeih und Verderb auf den Anbieter angewiesen.
Vergleich
Stand: Juni 2026
| Feature | Lumio | Pic-Time (SaaS) |
|---|---|---|
| Hosting | Eigener Server | US-AWS |
| Datenhoheit | ✓ | — |
| Bei Pic-Time liegen deine Bilder auf Infrastruktur, auf die du keinen direkten Zugriff hast. Bei Lumio liegt alles in deinem Storage-Bucket. | ||
| Monatliche Kosten (Solo-Studio) | ~12 € (Server + Storage) | ab ~24 $ |
| Setup-Aufwand | 30–60 Min einmalig | Keiner |
| Self-Hosting hat eine initiale Lernkurve. Wenn du noch nie einen Linux-Server administriert hast, plane 2–3 Stunden Lernzeit beim ersten Mal ein. | ||
| Wartung | 30 Min/Monat | Keiner |
| RAW-Support (CR3, NEF, ARW) | ✓ | — |
| Video-Streaming (HLS) | ✓ | Eingeschränkt |
| Print-Shop | — | ✓ |
| Source-Code einsehbar | ✓ | — |
| Vendor-Lock-in | Keiner | Vollständig |
Wann Pic-Time die bessere Wahl bleibt.
Wenn dein Geschäft stark auf Print-Verkauf aus der Galerie basiert (Brautpaar bestellt Album, Wandbild, Prints direkt), ist Pic-Times integrierter Shop ein echter Vorteil. Lumio hat das auf der Roadmap, aber heute noch nicht.
Auch wenn du Server-Administration als Stress empfindest — Pic-Times "ich klicke nur" Komfort ist ehrlich gesagt nicht zu unterschätzen. Self-Hosting ist eine Sysadmin-Aufgabe; wenn das gar nicht dein Ding ist, schau dir lieber Lumio Cloud an — gleicher Workflow, aber wir betreiben die Server für dich.
Häufige Fragen
Lohnt sich Self-Hosting wirklich gegenüber Pic-Time? +
Es kommt auf zwei Faktoren an: dein Stundensatz und deine technische Affinität. Wenn du 100 €/Stunde verdienst und Server-Administration nicht schon Routine ist, ist Pic-Times Komfort die ~12 €/Monat Aufpreis vermutlich wert. Wenn du Linux-Sysadmin-Erfahrung mitbringst oder wegen DSGVO/Datenhoheit-Bedenken sowieso umsteigen wolltest, ist Self-Hosting eine glasklare Entscheidung.
Im DSLR-Forum lese ich von vielen Anläufen mit Nextcloud, Piwigo, etc. — was unterscheidet Lumio? +
Nextcloud ist ein File-Sharing-Tool, das nebenbei Galerien kann — das Design ist generic und der Workflow nicht auf Fotograf:innen zugeschnitten. Piwigo ist auf Hobby-Fotografen ausgerichtet, mit Tags und Alben-Strukturen. Lumio ist explizit für den Profi-Workflow gebaut: Galerie pro Auftrag, Branding, Kundenauswahl-Workflow, RAW-Auslieferung, Video-Streaming. Das macht es in der DSLR-Forum-Liste tatsächlich speziell.
Kann ich Pic-Times Galerien zu Lumio migrieren? +
Direkte Migration aus Pic-Time ist nicht automatisiert. Du kannst aber deine Original-Files aus Pic-Time herunterladen und über den Lumio-Upload neu hochladen. Bei ~100 Hochzeiten ist das etwa ein Wochenende Arbeit — viele machen das parallel zum normalen Workflow über 4–8 Wochen.
Was ist mit Pic-Times Print-Shop? +
Lumio hat aktuell keinen integrierten Print-Shop. Wenn dein Geschäftsmodell stark auf direkt-aus-der-Galerie-Print-Sales basiert, bleibt Pic-Time hier die bessere Wahl. Wir arbeiten an Print-Shop-Integrationen (vermutlich über Schnittstellen zu deutschen Laboren), aber das ist Roadmap, nicht heute verfügbar.
Was passiert, wenn der Lumio-Hauptentwickler aufhört? +
Lumios Quellcode ist offen einsehbar (Source-Available unter der FSL). Selbst wenn das Projekt eingestellt würde, läuft deine Self-Host-Instanz weiter, solange du die Docker-Images hostest. Du kannst den Code anpassen, weiter entwickeln oder einen anderen Entwickler beauftragen — und nach zwei Jahren wird jede Version ohnehin Apache-2.0. Das ist das fundamentale Sicherheits-Argument gegen Vendor-Lock-in.
Bereit zum Self-Hosting?
Source-Code auf Forgejo, Docker-Compose-File und Setup-Guide bereits da. Anleitung für Hetzner-VPS unten.