Lumio / self-hosted
Pic-Time selbst hosten

Pic-Time-Workflow auf deinem eigenen Server.

Pic-Time gibt es nur als US-SaaS. Wenn du Datenhoheit und DSGVO-Sicherheit auf eigene Infrastruktur willst — Lumio ist die Source-Available-Antwort. Docker-Compose, FSL-1.1, läuft auf jedem Linux-Server.

Warum überhaupt Self-Hosting?

1. Datenhoheit

Deine Bilder. Dein Server. Deine Regeln.

Niemand zwischen dir und deinen Daten. Kein "Cloud-Anbieter könnte kompromittiert werden", kein "AGB-Änderung erlaubt uns ab nächsten Monat KI-Training auf deinen Bildern". Du hast die volle Kontrolle.

2. Keine Schrems-II-Probleme

Daten verlassen die EU nicht.

Wenn dein Server in Deutschland steht (z.B. Hetzner Falkenstein), gilt ausschließlich europäisches Datenschutzrecht. Keine Standardvertragsklauseln, keine Transfer-Impact-Assessments.

3. Kosten-Vorteil ab mittlerem Volumen

Linear skalierende Hosting-Kosten.

Ein Hetzner CX22 + 1 TB Object Storage kostet zusammen ~12 €/Monat. Pic-Times vergleichbarer Plan liegt bei ~30+ $/Monat. Über zwei Jahre macht das ~700 € Differenz — bei mehr als einer 8-stündigen Hochzeit ist die Rechnung positiv.

4. Kein Vendor-Lock-in

Offener Quellcode = Ausstieg jederzeit möglich.

Selbst wenn Lumio als Projekt morgen eingestellt würde, läuft deine Instanz weiter. Du kannst den Code forken oder weiter entwickeln. Bei Pic-Time bist du auf Gedeih und Verderb auf den Anbieter angewiesen.

Vergleich

Stand: Juni 2026

Feature Lumio Pic-Time (SaaS)
Hosting Eigener Server US-AWS
Datenhoheit
Bei Pic-Time liegen deine Bilder auf Infrastruktur, auf die du keinen direkten Zugriff hast. Bei Lumio liegt alles in deinem Storage-Bucket.
Monatliche Kosten (Solo-Studio) ~12 € (Server + Storage) ab ~24 $
Setup-Aufwand 30–60 Min einmalig Keiner
Self-Hosting hat eine initiale Lernkurve. Wenn du noch nie einen Linux-Server administriert hast, plane 2–3 Stunden Lernzeit beim ersten Mal ein.
Wartung 30 Min/Monat Keiner
RAW-Support (CR3, NEF, ARW)
Video-Streaming (HLS) Eingeschränkt
Print-Shop
Source-Code einsehbar
Vendor-Lock-in Keiner Vollständig
Ehrlich gesagt

Wann Pic-Time die bessere Wahl bleibt.

Wenn dein Geschäft stark auf Print-Verkauf aus der Galerie basiert (Brautpaar bestellt Album, Wandbild, Prints direkt), ist Pic-Times integrierter Shop ein echter Vorteil. Lumio hat das auf der Roadmap, aber heute noch nicht.

Auch wenn du Server-Administration als Stress empfindest — Pic-Times "ich klicke nur" Komfort ist ehrlich gesagt nicht zu unterschätzen. Self-Hosting ist eine Sysadmin-Aufgabe; wenn das gar nicht dein Ding ist, schau dir lieber Lumio Cloud an — gleicher Workflow, aber wir betreiben die Server für dich.

Häufige Fragen

Lohnt sich Self-Hosting wirklich gegenüber Pic-Time? +

Es kommt auf zwei Faktoren an: dein Stundensatz und deine technische Affinität. Wenn du 100 €/Stunde verdienst und Server-Administration nicht schon Routine ist, ist Pic-Times Komfort die ~12 €/Monat Aufpreis vermutlich wert. Wenn du Linux-Sysadmin-Erfahrung mitbringst oder wegen DSGVO/Datenhoheit-Bedenken sowieso umsteigen wolltest, ist Self-Hosting eine glasklare Entscheidung.

Im DSLR-Forum lese ich von vielen Anläufen mit Nextcloud, Piwigo, etc. — was unterscheidet Lumio? +

Nextcloud ist ein File-Sharing-Tool, das nebenbei Galerien kann — das Design ist generic und der Workflow nicht auf Fotograf:innen zugeschnitten. Piwigo ist auf Hobby-Fotografen ausgerichtet, mit Tags und Alben-Strukturen. Lumio ist explizit für den Profi-Workflow gebaut: Galerie pro Auftrag, Branding, Kundenauswahl-Workflow, RAW-Auslieferung, Video-Streaming. Das macht es in der DSLR-Forum-Liste tatsächlich speziell.

Kann ich Pic-Times Galerien zu Lumio migrieren? +

Direkte Migration aus Pic-Time ist nicht automatisiert. Du kannst aber deine Original-Files aus Pic-Time herunterladen und über den Lumio-Upload neu hochladen. Bei ~100 Hochzeiten ist das etwa ein Wochenende Arbeit — viele machen das parallel zum normalen Workflow über 4–8 Wochen.

Was ist mit Pic-Times Print-Shop? +

Lumio hat aktuell keinen integrierten Print-Shop. Wenn dein Geschäftsmodell stark auf direkt-aus-der-Galerie-Print-Sales basiert, bleibt Pic-Time hier die bessere Wahl. Wir arbeiten an Print-Shop-Integrationen (vermutlich über Schnittstellen zu deutschen Laboren), aber das ist Roadmap, nicht heute verfügbar.

Was passiert, wenn der Lumio-Hauptentwickler aufhört? +

Lumios Quellcode ist offen einsehbar (Source-Available unter der FSL). Selbst wenn das Projekt eingestellt würde, läuft deine Self-Host-Instanz weiter, solange du die Docker-Images hostest. Du kannst den Code anpassen, weiter entwickeln oder einen anderen Entwickler beauftragen — und nach zwei Jahren wird jede Version ohnehin Apache-2.0. Das ist das fundamentale Sicherheits-Argument gegen Vendor-Lock-in.

Bereit zum Self-Hosting?

Source-Code auf Forgejo, Docker-Compose-File und Setup-Guide bereits da. Anleitung für Hetzner-VPS unten.