Lumio / self-hosted
Setup-Guide

Lumio mit Docker installieren — in 30 Minuten produktiv.

Lumio läuft als Docker-Compose-Stack. Wir gehen Schritt für Schritt durch: Voraussetzungen, Konfiguration, erstes Studio anlegen, erste Galerie hochladen. Keine versteckten Komplexitäten.

Voraussetzungen

  • Linux-Server mit mindestens 4 CPU-Kernen, 8 GB RAM und 100 GB SSD. Ubuntu 22.04 LTS oder Debian 12 empfohlen.
  • Docker Engine + Docker Compose v2 (kommt mit Docker Desktop oder als `docker-ce` Paket).
  • Eine Domain mit DNS-Zugriff (für HTTPS via Caddy/Let's Encrypt). Lokales Testen geht aber auch ohne.
  • Object Storage — entweder MinIO auf derselben Maschine (kommt im Default-Compose mit), oder extern via Hetzner / S3 / B2 / R2.

Setup in fünf Schritten

1

Repository clonen

git clone https://github.com/markusthiel/lumio.git
cd lumio
2

Konfiguration anlegen

Kopiere die Beispiel-Konfiguration und passe sie an deine Domain und gewünschten Passwörter an:

cp .env.example .env
# Editiere .env: setze BASE_DOMAIN, sichere Passwoerter,
# ggf. externe S3-Credentials wenn nicht MinIO
nano .env
3

Stack starten

docker compose up -d
# Erster Start dauert ~2-3 Minuten (Image-Downloads,
# DB-Migration). docker compose logs -f folgt den Logs.
4

Initial-Admin anlegen

docker compose exec api npm run create-admin \
  -- --email=du@studio.de --password=...
5

Anmelden und erste Galerie

Studio-Login unter https://deine-domain.de. Lege ein Studio an, dann eine erste Galerie, lade ein paar Test-Bilder hoch — fertig.

Wo hosten?

Wir empfehlen Hetzner für DACH-Nutzer:innen — günstig, gute Performance, Rechenzentren in Deutschland und Finnland. Aber jeder Linux-Server tut's. Konkrete Anleitung:

Häufige Fragen zum Setup

Welche Hardware brauche ich minimal? +

Für ein Solo-Studio reichen 4 CPU-Kerne, 8 GB RAM und 100 GB SSD-Storage plus Object Storage (S3). Die Worker-Tasks (RAW-Decode, Video-Transcoding) sind das Engste — auf einer schwächeren Maschine dauern die Hintergrund-Jobs spürbar länger, aber funktionieren. Ein Hetzner CX22 (4 vCPU, 8 GB, ~5 €/Monat) ist ein realistisches Einstiegs-Setup.

Muss der Object Storage S3-kompatibel sein? +

Ja. Lumio unterstützt MinIO (selbst gehostet auf derselben Maschine), AWS S3, Cloudflare R2, Backblaze B2, Wasabi, Hetzner Object Storage und im Prinzip jeden S3-API-kompatiblen Anbieter. Für lokale Setups ist MinIO am einfachsten — startet als Container neben Lumio. Für Production-Workloads empfehlen wir externes Object Storage (Hetzner R2-Konkurrenz, AWS S3 oder Backblaze B2), damit Storage und Compute getrennt skaliert werden können.

Wie mache ich Backups? +

Drei Datenbereiche: (1) Postgres-Datenbank — pg_dump im Cron oder mit pgbackrest, (2) Object Storage — die meisten S3-Provider haben eingebaute Versionierung und/oder Cross-Region-Replication, (3) Konfiguration — .env und docker-compose.yml in einem privaten Git-Repo. Wir haben eine Backup-Anleitung in den Docs.

Kann ich später zu Lumio Cloud wechseln? +

Ja, und auch in die andere Richtung. Beide Varianten nutzen dieselbe Datenbank-Schema und dasselbe S3-Layout. Migration von Self-Host zu Cloud erfordert einen Datenbank-Dump + S3-Sync (Anleitung in den Docs). Cloud → Self-Host: ihr exportiert eure Daten aus dem Studio-Bereich, importiert sie in eure lokale Instanz.

Wer betreut die Sicherheits-Updates? +

Du selbst — Self-Hosting heißt Eigenverantwortung. Wir veröffentlichen Security-Advisories auf Forgejo (gleiche Stelle wie der Source-Code) und in der Release-Notes. Updates kommen als neue Docker-Images. `docker compose pull && docker compose up -d` ist meistens alles, was nötig ist. Schema-Migrationen laufen automatisch beim Start.

Ist die FSL-Lizenz problematisch für mein Studio? +

Nein. Die FSL erlaubt ausdrücklich die Nutzung für dein eigenes Studio und für deine Kunden (auch als Agentur). Die einzige Einschränkung greift nur, wenn du Lumio als konkurrierendes, gehostetes SaaS-Produkt für Dritte anbieten würdest. Für den klassischen 'Ich hoste Lumio für mein Studio'-Fall hat die FSL keinerlei praktische Auswirkung — und zwei Jahre nach jedem Release wird die Version ohnehin automatisch Apache-2.0 (echtes Open Source).

Direkt loslegen.

Lumio ist Source-Available unter der FSL — keine Lizenzgebühren, keine versteckten Kosten. Code, Docs, Issue-Tracker auf Forgejo.